Einsatz: auf Grund gelaufene Motoryacht

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Am Montag, den 22. Mai wurde die Wasserwacht Vilshofen zu einer leck geschlagenen Motoryacht nach Hofkirchen alarmiert.

 

Vilshofener Anzeiger vom 24. Mai 2017

Boje falsch umfahren Sportboot sitzt auf Felsen fest

Heute soll die lecke Yacht befreit werden

PNP Sigl
Die Einsatzkräfte kamen dem Sportboot zu Hilfe. Der ortsunkundige Kapitän war unmittelbar vor der Hafeneinfahrt in Hofkirchen auf einen Felsen aufgelaufen. Im Hintergrund das Kraftwerk Pleinting (Photo: Mike Sigl - PNP)

Hofkirchen. So hat sich das ältere Ehepaar aus Berlin seine Bootsfahrt auf der Donau nicht vorgestellt, als es am Montag Abend den Hafen von Hofkirchen ansteuerte. Statt nach der Übernachtung entspannt weiter nach Passau zu schippern, hängen die beiden mit ihrer Yacht auf einem Felsen in Hofkirchen fest.

"Der 73-jährige Sportbootfahrer kann eigentlich nichts dafür", nimmt ihn Reinhold Meier von der Wasserschutzpolizei in Schutz. Der Betreiber des Sportboothafens habe den Felsbrocken mit einer gelben Boje markiert. Da der Kapitän ortsfremd war, konnte er nicht wissen, auf welcher Seite er vorbeifahren sollte. "Leider war es die falsche, er hatte eine Fifty-Fifty-Chance", sagt Meier.

Passiert ist das Ganze am Montag gegen 19.45 Uhr. Die Polizei Vilshofen war vor Ort, die Wasserwacht Vilshofen, die Feuerwehren Hofkirchen, Neßlbach und Vilshofen eilten zur Unglücksstelle.

Das zwölf Meter lange Boot hatte Leck geschlagen und Wasser trat in den Rumpf ein. Doch ganz so dramatisch, wie es zunächst aussah, stellte sich die Sache dann doch nicht dar. "Der Wassereintritt ist nicht so stark, bordeigene Pumpen schaffen es, das Wasser aus dem Boot zu befördern", erzählt Meier.

Viel schwieriger dagegen gestaltet sich, das Boot von dem Felsen herunterzukriegen. Es sitzt nach wie vor auf. Die Hoffnung, dass der Pegel ansteigen und das Boot von alleine frei kommen würde, habe sich nicht erfüllt.

Angedacht war, dass ein Kran vom Ufer aus das Boot heben könnte. "Doch die Kranfirma hatte keinen Kran übrig", berichtet Meier. So muss das Ehepaar bis Mittwoch ausharren. Die Firma Domarin aus Vilshofen hat noch einen anderen Auftrag in Passau abzuwickeln und wird dann vom Wasser aus das Boot anheben, damit es freischwimmt. Anschließend steht die Reparatur an.

Indes sehen der Kapitän und seine fünf Jahre jüngere Frau die Havarie sehr entspannt, hat Meier gehört.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt ist von dem Vorfall informiert. die Schifffahrt auf der Donau ist nicht beeinträchtigt. − fi/wis

 

 

 

 

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